Hast du den neuen Barbie-Film schon im Kino gesehen? Letzte Woche war ich mit meiner Tochter da. Der Film war anders als erwartet, aber wir waren positiv überrascht von den tieferen Ebenen. Er griff ein Thema auf, das mich schon länger beschäftigt. Ich will aber nicht zu viel verraten … falls du ihn noch sehen möchtest.
Barbie wurde in der Vergangenheit aufgrund ihrer unrealistischen Proportionen und ihres perfekten Aussehens stark kritisiert, was heutzutage nicht gerade als gutes Beispiel für Körperpositivität gilt. Ursprünglich sollte Barbie jedoch ein Vorbild für alle Frauen sein. Sie sollte zeigen, dass man alles werden kann, was man will. Ärztin, Pilotin, Krankenschwester, Tierärztin, Chauffeurin, Müllwerkerin, Präsidentin – Barbies Freundinnen im Film unterstützen sich gegenseitig und finden es völlig normal, dass Frauen Verantwortung übernehmen. Bis ein Riss in Barbies Welt entsteht …
Die Macht der Ermutigung
Es erinnerte mich an die Studentinnen, die ich kürzlich im Nebenfach „Liebe, Sex und Erotik“ an der Christlichen Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Ede betreut habe. Die Studierenden dieses Nebenfachs besuchen Vorlesungen und haben viele Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen und Themen in Kursen zur Persönlichkeitsentwicklung zu vertiefen. Ich hatte das Vergnügen, acht Studentinnen in diesem Nebenfach zu betreuen. Die Atmosphäre in der Gruppe war sehr positiv und vertrauensvoll. Mir fiel auf, wie unglaublich unterstützend diese Frauen waren. Die Studentinnen kamen aus allen Teilen des Landes, und ihre Ansichten zu Religion und Sexualität waren sehr unterschiedlich. Doch egal, was eine Studentin erzählte, die Gruppe reagierte stets ermutigend. Nichts war seltsam oder ungewöhnlich. Alles war willkommen. Diese Frauen bestärkten sich gegenseitig (unbewusst), indem sie einander Komplimente machten, einander zuhörten und nicht urteilten. Sie waren allesamt starke Frauen!
Als ich sie einige Wochen später bei einem Klassentreffen in Utrecht wiedertraf, bemerkte ich dasselbe erneut. Diese Frauen bestärken sich gegenseitig. Dank der offenen Gespräche im Unterricht fühlten sich diese Studentinnen auch im Umgang mit anderen sicherer. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Durch diese Offenheit vertieften sie ihre Freundschaften und familiären Beziehungen.
Wir brauchen einander
Liebe Frau, dies ist ein persönlicher Appell an Sie: Ermutigen Sie die Frauen in Ihrem Umfeld. Ermutigen Sie Ihre Tochter, Ihre Nachbarin, Ihre Freundin, Ihre Schwester, Ihre Großmutter usw. Sprechen Sie positiv übereinander und stärken Sie sich gegenseitig! Wir brauchen einander so sehr. Seien Sie ein gutes Vorbild für Ihre Tochter, damit Mädchen in der Schule sich gegenseitig mehr unterstützen und weniger unter dem berüchtigten Mobbing leiden. Wahrlich, die Welt wird dadurch ein viel besserer Ort! Und es beginnt bei Ihnen.
Wussten Sie schon, dass positive Gespräche, das Erleben von Verbundenheit und/oder die Fürsorge für andere den Oxytocinspiegel erhöhen? Dieses Hormon spielt bei Frauen eine wichtige Rolle in verschiedenen physiologischen Prozessen und sozialen Interaktionen. Es wirkt zudem beruhigend und reduziert Stressreaktionen.
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